Am 3. Adventnachmittag lädt das Presbyterium zu Festgottesdienst, Empfang und Vorstellung des Entwurfes der neuen Gemeinderäume ein.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/KirchenKKK/VersoehnungskircheFront.jpgMan sieht die bunte Eingangstür zur Versöhnungskirche. Ansonsten wirkt der Gebäudekomplex, der sich dem Vorbeifahrenden an der Lindenallee bietet, verschlossen. Das soll sich ändern: Nach Jahren der Beratung und einem Architektenwettbewerb werden rund zwei Millionen Euro investiert. Das Presbyterium hat in dieser Woche einstimmig entschieden. Saniert und neu gestaltet werden das Gemeindehaus und der Kirchenvorraum. Komplett neu gebaut wird das Jugendzentrum "effa" (Bild 3). Nach der Gebäudestrukturanalyse lohnt dessen Sanierung nicht mehr. Am 3. Advent stellt die Gemeinde alle fünf Wettbewerbsbeiträge vor, nicht nur den Gewinner. Eine Preiskommission aus Architekten, Mitarbeitenden und Gemeindegliedern hatte die Entwürfe gesichtet und dem Presbyterium einen Vorschlag unterbreitet. Dieser wurde einstimmig angenommen. „Es wurden fünf qualitativ hochwertige und kreative Entwürfen eingereicht", erzählt Dr. Georg Freuling, derzeitiger Vorsitzender des Klever Presbyteriums. Man darf also gespannt sein, in Kleve erinnert man sich an den Bau der Versöhnungskirche und vor allem dessen Turm, der vor 50 Jahren für Aufregung sorgte.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Personen/Pistorius.jpgVizepräses Pistorius predigt

Alles beginnt mit dem Festgottesdienst um 15 Uhr. Für ihn hat sich die Klever Gemeinde einen prominenten Prediger eingeladen. Es kommt der Vizepräses der rheinischen Kirche, Christoph Pistorius. Das Thema der Predigt soll „Lasst euch versöhnen mit Gott" lauten. Die vier Glocken im Turm kommen im Gottesdienst vor, ihre Bibelsprüche tragen ebenfalls Versöhnung und Frieden in sich. Kinder bekommen während der Predigt übrigens ein Alternativprogramm geboten, sie steigen in den Keller und auf den Turm. Musikalisch begleitet den Gottesdienst Kantor Thomas Tesche mit der Band der Gemeinde.

Kirchen-Clowninnen

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/KirchenKKK/Effa2.jpgAuf drei Pfarrerinnen der westfälischen Kirche freut sich Pfarrerin Elisabeth Schell. Helga Henz-Gieselmann, Hiltrud Warntjen und Elke Markmann treten nach der Vorstellung der Architektenentwürfe und einem Imbiss als Kirchen-Clowninnen auf. Ihre zwei Beiträge tragen den Titel „Zeitenwende – Wendezeiten" und „Warten auf?" „Das Stolpern, Staunen und „Nicht-perfekt-Sein" der Clowninnen ist nahe der Botschaft des Evangeliums", meint Pfarrerin Schell. Es kritisiert die heutige Leistungsgesellschaft in der nur „perfekt" zählt.

Aus Trümmern eine Notkirche

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/KirchenKKK/GeschichteKleve.jpgVorbereitet auf das Jubiläum hat sich auch Presbyter Manfred Lichtenberger. Er hat im Archiv gekramt und einige Fundstücke aus den vergangenen 50 Jahren hervorgeholt. Darunter hochwertige Liedzettel einer Konfirmation, altes Abendmahlsgeschirr, Bilder der im Krieg komplett zerstörten „Gereformeerde Kerk". Auch zu sehen sein wird eines von zwei noch erhaltenen Fenstern der Notkirche. Sie bot der Gemeinde auf dem Gelände der heutigen Ev. Stiftung nach dem Krieg ab 1947 rund 20 Jahre Unterschlupf. Einige Gemeindeglieder können sich noch daran erinnern, wie sie als Kinder den Mörtel von Trümmern geputzt haben und diese Steine zum Aufbau der Notkirche verwendet wurden.

Für das Jubiläum der Versöhnungskirche hat Manfred Lichtenberger die Historie kurz zum Nachlesen  zusammengefasst.

Programm 17. Dezember 2017

15 Uhr Festgottesdienst
16 Uhr Sekt und Selters – Grußworte
17 Uhr Vorstellung der fünf Architektenentwürfe Umgestaltung Gemeindehaus/Effa
17:30 Uhr Empfang mit Stehimbiss und Fingerfood
18:30 Uhr Kirchen-Clowninnen auf der Bühne des Lebens

 

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