tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles010/Rau1.jpgBilder: Plessow dankte mit Blumen auch der Gemahlin.

Mit einer „flammenden" Predigt verabschiedete sich Pfarrer Christoph Rau von den Kirchengemeinden Moyland und Louisendorf. In Erinnerung an die riesigen Martinsfeuer während seiner ersten Pfarrstelle an der Mittelmosel und zum Predigttext „Das rechte Rühmen" (Jer. 9, 22-23) formulierte er: „Die heiße Mitte muss freibleiben. Keiner soll sich durch Eigenlob in die Mitte stellen." Vielmehr solle man sich fragen, was man für die Gemeinschaft tun kann, denn das gefiele Gott. Nicht der Jugendliche, der einen Böller in das Feuer wirft sei ein Held, sondern derjenige, der die Eichenbalken für das Feuer geschleppt hat.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles010/Rau3.jpgIn Moyland und in Louisendorf hat Rau die vergangenen 20 Monate als Pfarrer im pastoralen Übergang gewirkt. „Das bedeutete nicht nur die normale pfarramtliche Versorgung nach dem Abschied von Pfarrer Klaus Bender", erklärte Superintendent Hans-Joachim Wefers (Bild). Dazu kamen vor allem strukturelle Überlegungen, wie es mit der Gemeinde im Angesicht eines reduzierten Pfarrstellenumfangs in den kommenden Jahren weitergehen kann. „Es war eine anstrengende Zeit", gab Presbyteriumsvorsitzender Martin Plessow zu. Viele zusätzliche Sitzungen standen auf dem Programm. Nach dem letzten Gottesdienst klappte Rau die schwarze Kladde flugs zu und freute sich über die Abschiedgeschenke des Kirchenkreises, des Presbyteriums, der Konfirmanden und des Bürgermeisters Peter Driessen.



tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles010/Rau4.jpgDa Rau in seinen Präsenzzeiten eine Etage im Pfarrhaus, der mittlerweile ehemaligen Bürgermeisterwohnung bewohnte, blickten er und Driessen dankbar auf viele Gespräche und morgendliche Kaffeerunden zurück. „Sie sind für mich ein Pfarrer der Neuzeit, ein Ideengeber, ein Pfadfinder, einer der Utopien denkt, ein Analyst und einer der zuhören kann", sagte Driessen (Bild links). „Ich habe mich hier schnell beheimatet gefühlt", dankte Rau.

Am 31. Januar endet offiziell die Dienstzeit Raus, noch eine Konfirmandenstunde wird er geben. Von seinen Pflichten in der Gemeinde entbunden wurde Rau bereits per Handschlag vom Superintendenten. Ein Nachfolger, der dann auch länger bleibt, ist bereits gefunden: Pfarrer Ralph van Otterlo, mit halber Stelle Seelsorger in der LVR-Klinik Bedburg-Hau, übernimmt ab 1. Februar in Moyland. Die Pfarstelle in Louisendorf bleibt bis auf weiteres vakant und wird von der Region West mit betreut. Pfarrer Rau wird offiziell wieder in den Wartestand versetzt. „Wir sind ein kleiner Pool an Pfarrpersonen, mit denen die Landeskirche diese Übergangsstellen besetzt", so Rau. Dass die Pause bis zur nächsten Gemeinde sehr lange sein wird, davon geht er nicht aus.

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