Berta Heins begleitete zusammen mit Ralf Kruse für den Kirchenkreis die Studienreise 2017 . Sie schreibt: Ich habe das Gefühl der Vorfreude, wenn ich den neuen Reiseprospekt für 2018 in Händen halte. Bad Pyrmont, Büsum und als Studienfahrt steht das „Historische Potsdam" auf dem Plan. Im letzten Jahr führte uns unsere Studienreise nach Polen - Masuren in 10 Tagen entdecken und erleben. Es ist ein Rückblick, der mich fast wehmütig werden lässt. Jeder Tag für sich war ein Erlebnis.

Bild: Ein kleiner Reiseeindruck auf dem Spirdingsee, dem größten See Masurens

Am Morgen des 21. September machten wir uns vom Niederrhein aus auf den Weg. Wir übernachteten kurz hinter der polnischen Grenze in einem Pilgerhotel im Schatten einer 36 Meter hohen Christusstatue (größer als die Christusstatue am Zuckerhut in Rio) und frühstückten im dazugehörigen Café, das wohl üblicherweise etwa 12 Personen Platz bietet. Für unsere 20 Personen starke Reisegruppe war es kuschelig eng. Wir befanden uns im Ausland und Deutsch ist auch in Polen heute eine selten gesprochene Sprache. Milch, Eier, Brötchen, Marmelade, Butter,....keiner von uns kannte die polnischen Wörter dafür. Durch kleine humoristische Einlagen und durch Zeigen ersetzten wir die gesprochene Sprache. Es war das lustigste Frühstück, das ich auf der Reise erlebt habe.

Am Abend des zweiten Reisetages erreichten wir unser Reiseziel am Kalbensee in Masuren, das Landhotel „Panorama". Von hier aus machten wir Tagesausflüge und besuchten die Städte Nikolaiken, Allenstein, Dietrichswalde, Hohenstein-Olsztynek und sogar Danzig mit der legendären „Leninwerft" und der Westernplatte. Das Städtchen Pasym besuchten wir am Sonntag sogar mit dem Fahrrad zum Gottesdienst in polnisch-deutscher Sprache. Es fand sich Zeit für Ausflüge in die fast unberührte Natur bei einer Staakenfahrt auf der Krutynia, und es fand sich Zeit für Orgelkonzerte. Für mich war ein Höhepunkt der Reise die Bootsfahrt auf dem Oberlandkanal mit seinen geneigten Ebenen. Der Kanal ist an mehreren Stellen durch Landstrecken unterbrochen, auf denen die Schiffe mittels Seilwinden auf Schienen gezogen werden.

Bei unseren „Reisen in Gemeinschaft" wird immer Raum gelassen für gemeinschaftliche Unternehmungen und persönliche Begegnungen, so auch in Masuren. Es wurde gemeinsam gegrillt, es standen Fahrräder für kleine Radtouren zur Verfügung, und nach dem Abendessen saßen wir oft lange beim Spiel zusammen und hatten Spaß an der Geselligkeit.

Wenn ich jetzt nach vorne schaue auf das Jahr 2018, freue ich mich auf den Herbst, wenn es heißt, das „historische Potsdam" mit seinen Gartenlandschaften, Schlössern und der russischen Kolonie Alexandrowka kennenzulernen. Und natürlich wird auch ein Abstecher nach Berlin im Programm sein. Ich freue mich auf eine Gruppe, die sich fröhlich und offen mit viel Energie auf den Weg macht.

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