Foto: Prof'in Eva-Maria Hinterhuber, Dr. Dagmar Herbrecht, Ellen Kley-Olsen und Dr. Rose Wecker

„Gendergerechtigkeit in Theologie und Weltanschauung", so lautet der Titel einer Tagung an der Hochschule Rhein-Waal am Samstag, 30. Juni. „Die Tagung in Kleve mit Podiumsdiskussion und Workshops ist offen für alle Interessierten", sagt Professorin Dr. Eva-Maria Hinterhuber, Genderforscherin an der Hochschule. Sie wünscht sich, dass während der Tagung Menschen unterschiedlicher Religion, Weltanschuung und Nichtgläubige, verschiedene Altersgruppen, Frauen und Männer, Fachleute und Interessierte miteinander ins Gespräch kommen. Die Tagung beginnt am 30. Juni um 9.30 Uhr im Raum 01 EG 005 (Hörsaalzentrum) des Campus Kleve. Der Eintritt ist frei.

Die Hochschule Rhein-Waal ist die erste Fachhochschule in Deutschland, welche Gender and Diversity Studies anbietet. „Wir sind interdisziplinär, vereinen soziale, psychologische und ökonomische Fragestellungen", so Hinterhuber, die seit vier Jahren in Kleve lehrt. Erstmalig wird diese Tagung angeboten, die Idee dazu hatte die Genderbeauftragte des Ev. Kirchenkreises Kleve, Ellen Kley-Olsen. Schnell fanden sie dafür weitere Unterstützung. Mit dabei: Der Fachausschuss Frauenfragen, das Ev. Erwachsenenbildungswerk Nordrhein, die Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Friedens- und Konfliktforschung der Hochschule und das Genderreferat der Evangelischen Kirche im Rheinland.

Nach der Begrüßung der Teilnehmenden gibt ein Referat von Professorin Dr. Friederike Benthaus –Apel (Ev. Hochschule Rheinland-Westfalen-Lippe) erste Impulse zu „Religion und Geschlechterordnungen". Im Anschluss diskutiert ein Podium ab 11:30 Uhr das Hauptthema „Gendergerechtigkeit in Religion und Weltanschauung". Mit dabei: Henrike Lerch (Humanistischer Verband NRW), Azin Messing (Baháì-Gemeinde Kleve), Superintendent Hans-Joachim Wefers (Ev. Kirchenkreis Kleve) und Nigar Yardim (muslimische Theologin Duisburg). Nach einer Mittagspause starten die Workshops um 14 Uhr. Professorin Dr. Helen Weinbach spricht dann über „Religion und Geschlecht" mit der Konfliktlösungsmethode Mahloquet, Dr. Hedwig Meyer-Wilmes bespricht „Emanzipation und Religionsfreiheit" als zwei Seiten einer Medaille, Irene Diller geht den langen Weg der Frauen in der evangelischen Kirche nach, Dr. des. Marzieh Bakhshizadeh kümmert sich um sich ändernde Gender-Normen im Islam (englischsprachig) und Dr. Dagmar Herbrecht fragt: „Queer und religiös!?". Im Abschlussplenum geht es ab 16 Uhr um Perspektiven und Herausforderungen. Die gesamte Tagung moderiert Journalistin Andrea Blome aus Münster. Anmeldungen sind möglichst bis zum 25. Juni erwünscht unter gender@ekir.de oder unter Tel. 0211 / 45 62 680.

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