Essen und Co. 

12.07.2018

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Indonesien/GeleeKochen.jpgDu bist was du ist, so lautet das Thema der Jugendbegegnung mit jungen Menschen aus dem indonesischen Partnerkirchenkreis. An mehreren Stellen des gesamten Programms kommen sie mit Themen der Lebensmittelherstellung und dem (weltweiten) Verkauf in Berührung. Während eines Jugendtages mit den Issumer Konfirmandinnen und Konfirmanden standen faire Arbeits- und Verkaufsbedingungen auf dem Plan. Begleitet von Martje Mechels, Pfarrerin des Gemeindedienstes Mission und Ökumene schauten sie sich Länder wie Ghana in Afrika an. Sie waren erstaunt, wie ungleich die Verteilung des Profits ist. Kakaobauern an der Basis können kaum vom Ertrag leben, große Gewinne machen nur die Konzerne und gegessen wird die Schokolade auch nicht in Ghana, sondern in Europa. Viele Menschen achten bereits auf Fair-Trade Logos auf Verpackungen, aber noch längst nicht alle. Reichtum ist ohnehin ungleich verteilt, nicht nur zwischen Afrika und Europa, auch in Europa und in Deutschland. „Es war bewegend, wie deutsche und indonesische Jugendliche am Vormittag begierig gelernt haben, wie sie die Welt durch eigenes Handeln fairer und gerechter machen können.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Indonesien/MarmeladeVerkauf.jpgAm Anfang dieser Woche kochte die indonesischen Partner mit Elisabeth Unger und weiteren in Weeze Fruchtgelee. Private Spenderinnen und Spender hatten eimerweise Beeren und Saft gespendet. Daraus wurden über 60 Gläser „Fruchtaufstrich", der am Mittwoch auf dem Weezer Wochenmarkt innerhalb von 90 Minuten ausverkauft war. Das kleine Glas für einen Euro, das große 1,50 Euro. Gerne nahmen sich die Besucherinnen und Besucher ein Glas Brombeer-, Himbeer-, Johannisbeer- oder Josta-Beeren-Gelee mit.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Indonesien/10RegelnErnaehrung.jpgAm Mittwochnachmittag besuchte die Gruppe Ursula van Haaren. Sie erarbeitete mit den Indonesiern die zehn Regeln zu gesunder und vollwertiger Ernährung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE). Sie rufen auf, Vielfalt zu genießen, Gemüse (3 Portionen am Tag) und Obst (2 Portionen) in den Alltag einzubauen. Natürlich sind Vollkorn-Produkte gesünder als Produkte mit Weißmehl, mit Zucker und Salz sollte man sparsam sein. Versteckte Fette wie die in Schokolade und Kartoffelchips sind so lecker wie der Gesundheit in größeren Mengen abträglich. Die Indonesier selbst können nicht allen 10 Regeln Folge leisten, denn: Tierische Lebensmittel wie sie in Milch und Milchprodukten enthalten sind, können sie nur in den großen Städten erwerben, nicht aber auf dem Land. Ärzte dort würden ihnen von dem vielen Zucker in Getränken abraten, auch sind die vielen salzigen Fische schlecht für den Blutdruck. In Indonesien ist Fisch günstiger als Fleisch, welches dort eher als Luxusprodukt gehandelt wird. Aus ernährungstechnischer Sicht sind die üblichen drei Mal Reis am Tag sicher auch zu viel und zu einseitig. Dafür essen Indonesier sicher mehr Obst und Gemüse als der Durchschnittsbürger in Deutschland.

Was die indonesischen Gäste unter einem „perfekten Dinner" verstehen, das probieren sie heute und am Freitag in Geldern aus. Jeweils eine Gruppe geht in einem Supermarkt einkaufen und bekocht die ganze Gruppe. Guten Appetit!

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