Aktuelles

Ergebnisse der Sommersynode

Die 233. Synode des Evangelischen Kirchenkreises Kleve beschäftigte sich im Gocher Kastell mit dem Jahr 2032 und der Zukunft von „Evangelisch am Niederrhein“. Die Synode bot Gelegenheit, sich und andere in diesem Prozess wahrzunehmen. Überwiegen die Ängste und Sorgen oder schaue ich hoffnungsfroh in die Zukunft? Gibt es weiterhin genügend Menschen, die ehrenamtlich und beruflich Lust haben, für und mit der Kirche unterwegs zu sein? Die Synode gedachte der Ende April verstorbenen Klever Pfarrerin i.R. Heidi Leucht.

Ein Rollenspiel zeigte eine mögliche Entwicklung der Gemeinden in Richtung Spezialisierung. Ökumene, Kirchenmusik, Erwachsenenbildung, Jugendarbeit, Hochzeitskirchen wären Beispiele. Spezialisierung hieße dann auch die finale Abkehr von der „Volkskirche“, die überall Vieles für viele anbietet.

 

Die Gelderner Presbyteriumsvorsitzende Angelika Hetzel fasste die bisherigen Veränderungen, Zusammenarbeit in der Region Süd, gemeindeverbindender Ausschuss, reduzierter Pfarrstellenumfang aus ihrer Sicht zunächst mit „Schlimmer geht immer“ zusammen. Sie beschrieb das anfängliche Unverständnis in der Gemeinde über wechselnde Predigerinnen und Prediger, den großen unübersichtlichen Gottesdienstplanplan. Seit einiger Zeit weicht das Unverständnis dem Interesse an der größeren Vielfalt. „Wir müssen die Gemeinden bei den Veränderungen mitnehmen“, warb sie zum Schluss.

Für die fünf jungen Theologinnen und Theologen im Kirchenkreis sprach Vikarin Cristina Kielich. Sie freute sich über die wertschätzende Aufnahme und Begleitung in Kirchenkreis und Gemeinden. Ihr beruflicher Anfang sei leicht gewesen durch Fehlerfreundlichkeit und Wohlwollen gegenüber dem Ausprobieren neuer Ideen. Etwas, dass der Nachwuchs auch bei den anstehenden Prozessen in den Gemeinden empfiehlt.

Mit einer Kirchen-App den Gemeindebus buchen, der Interessierte zu Angeboten hier oder dort fährt, lautete die Idee eines anderen Anspiels. Ins „Herz von Louisendorf“ zum Beispiel. Menschen gewinnen, die bislang mit Kirche wenig oder nichts zu tun hatten. All das sind große Aufgaben für die Kirche, die Aufbau von neuen Angeboten und Abbau von "in die Jahre gekommenen" Angeboten, Strukturen und Gebäuden parallel bewerkstelligen muss.

Superintendent Robert Arndt berichtete der Synode, dass Birthe Capra mit der Geschäftsstelle für die Kindertageseinrichtungen gut gestartet ist. Am 1. August 2026 wird die Evangelische Kirchengemeinde Issum als erste die Trägerschaft ihrer Kindertagesstätte an den Evangelischen Kirchenkreis Kleve übertragen, weitere sind im nächsten Jahr geplant.

Für die Gehörlosenseelsorge am Niederrhein (Sitz in Essen) konnte mit Maike Weber eine neue Kraft gefunden werden.

Pfarrerin Ronda Lommel und Pfarrerin Yvonne Brück waren für anstehende Veranstaltungen: Tauffest im Freibad Kevelaer und „Einfach heiraten“ – die Pop-up Hochzeit in Kleve. Die Anmeldung von Täuflingen oder Paaren ist noch hier über die Internetseite möglich.    Einfach-heiraten     Tauffest

Der Fachausschuss Inklusive Seelsorge war mit einem Antrag erfolgreich. Jede Gemeinde soll nun eine „Ansprechperson für Inklusionsfragen“ benennen. Ziel ist für den Ausschuss, dass der direkte Kontakt zu Menschen mit Behinderung, Wohnheimen, Einrichtungen in den Gemeinden erleichtert wird.

Für das Verwaltungsamt an der Niersstraße genehmigte die Synode eine zusätzliche Stelle. Sie soll den Schwerpunkt bei der Gemeindeunterstützung haben, im Verwaltungsamt vor allem Querschnitts-, Prozess- und Unterstützungsaufgaben übernehmen.

Von den derzeit 10 kreiskirchlichen Pfarrstellen hob die Synode zwei auf. Die Diakonie-Pfarrstelle und die Stelle im Schulreferat Duisburg/Niederrhein wurden oder werden mit Menschen nicht-theologischer Professionen besetzt.

Das Schulreferat und der Kirchenkreis küren am 11. Juni die Gewinner eines Kreativwettbewerbs zur Jahreslosung, 17 Uhr, Heilig-Geist-Kirche Geldern.

Verabschiedet aus der Synode wurde Pfarrer Joachim Wolff (Sozialvorstand der Diakonie im Kirchenkreis Kleve) und Pfarrerin Dagmar Jetter (seit 2023 in Sonsbeck). Beide gehen im Laufe des Jahres in den Ruhestand. Superintendent Arndt dankte beiden für ihr Wirken, Wolff begann als Gemeindepfarrer in Büderich 1990 bis zur Wahl als Diakoniegeschäftsführer 2014. Jetter begann 1991 im Kirchenkreis als Vikarin in Uedem, der Weg führte dann unter anderem über eine Auslandspfarrstelle in Oslo zurück in den Kirchenkreis Kleve.

Termine kommende Synoden: 6./7. November 2026 Geldern, 17. Juni 2027 Uedem, 15./16. Oktober Weeze. Die Synodenkollekte ergab für das wöchentliche Suppenangebot der Evangelischen Kirchengemeinde Goch in den kälteren Monaten 354,14 Euro.

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