Bild: (c) www.hackhauser-hof.de

(ekir) Solingen. Am Anfang stand die Bildungsarbeit für die eeibliche evangelische Jugend. Doch mit einer Neukonzeptionierung hielt 1968 Neues auf dem Hackhauser Hof in Solingen Einzug: Statt der bisherigen Konzentration auf die weibliche Jugend gab es jetzt Koedukation – gemeinsames Lernen von Mädchen und Jungen. Die Stärkung gemeindlicher Jugendarbeit und das Arbeiten an den Themen, die die Jugendlichen für sich als wichtig erkennen, sind bestimmend für die Evangelische Jugendbildungsstätte Hackhauser Hof – Bildungszentrum Jugendarbeit e. V. Am Samstag, 15. September 2018, feierte die Einrichtung ihr 50-jähriges Bestehen.

Der „Hackes", wie das Bildungszentrum in der Evangelischen Kirche im Rheinland liebevoll genannt wird, schult Ehrenamtliche in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen und begleitet beruflich Mitarbeitende aus diesem Arbeitsbereich der Gemeinden. Zu den inhaltlichen Schwerpunkten zählen Themen rund um die Rollen und Identitäten von Geschlechtern, Alternativen für ein Leben in Frieden und der friedliche Umgang in Konfliktfällen. 300 Veranstaltungen mit 14.500 Teilnehmertagen stehen jährlich im Kalender des Hackhauser Hofes, davon sind 110 hauseigene. Die Statistik verzeichnet 5.700 Jugendliche, die diese Angebote nutzen. 25 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten für die Bildungseinrichtung, für die im kommenden Jahr Um- und Neubauten anstehen.

Gefragt, was das Besondere, das Evangelische am „Hackes" ist, antwortet Pfarrer Karl Hesse, einer der beiden Leiter: „Das ist unser Bildungsideal, Menschen so zu begleiten, dass sie sich ein eigenes Urteil bilden können, um daraus dann selbst verantwortbare Handlungsoptionen zu wählen. Und wir sehen Menschen als Ebenbilder Gottes, die – durch Gott begeistert und beseelt – eine Beziehung mit Gott und Menschen leben."

Das Festprogramm zum 50-jährigen Bestehen des Hackhauser Hofes, Hackhausen 5 b, 42697 Solingen, begann am Samstag um 11 Uhr mit einem Festgottesdienst. Danach standen ein Sektempfang, Essen und Trinken, Mitmachaktionen und Haus- und Geländeführungen auf dem Programm, ehe es ab 15.30 Uhr zum Abschluss unter anderem noch einen Poetry-Slam und Musik gab.

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