Bild: oben: Erich van Kempen, Franz Douteil, Monika Riße, unten: Rahel Schaller, Martin Lersch

Zwischenbilanz: Seit dreieinhalb Jahren gibt es den Runden Tisch in Goch. Er ist gestartet als ein Netzwerk aus Ehrenamtlichen und erleichtert geflüchteten Menschen das „Einleben" in Goch. „Das ist auch heute noch so, wobei die Schwerpunkte sich verschoben haben", so Rahel Schaller, Organisatorin des Runden Tisches. Als 2015 sehr viele Flüchtlinge kamen, ging es erstmal darum diese unterzubringen, mit dem Nötigsten zu versorgen. „Die eigentliche Integration fängt jetzt erst an", sagt Martin Lersch. Er ist im Begegnungscafé an der Mühlenstraße aktiv. In Spitzenzeiten kamen bis zu 80 Flüchtlinge. Eine prima Möglichkeit, sich zu vernetzen, sind auch die Frauentreffs in der Frauenstraße 8 oder das Café Damaskus an der Bahnhofstraße 41, das freitagnachmittags öffnet. Im evangelischen Gemeindehaus wird am ersten Freitag im Monat abends international gekocht, Hausaufgabenbetreuung findet im Michaelsheim montags ab 16-18 Uhr statt.

Integration fängt mit einem „Guten Tag" an, viele Flüchtlinge freuen sich, wenn sie Menschen in der Stadt begrüßen können, zum Beispiel Elektromeister Franz Douteil vom Repaircafé oder Erich van Kempen, der Fahrräder für die Flüchtlinge sammelt und verkehrstüchtig schraubt. „Wenn ich Kindern ein Fahrrad geben kann, sagen ihre Augen alles", ist die Erfahrung von van Kempen. Mit der Sprache klappt es bei vielen immer besser, die meisten der Flüchtlinge besuchen Sprachkurse. Sprache sei immer noch Voraussetzung Nummer eins für eine gelingende Integration. Aufgrund der drastisch zurückgegangenen Ankunftszahlen hat sich die Lage beruhigt und die Flüchtlinge sind auch mit Möbeln ausreichend versorgt. Ein Lager im Kalbecker Forst soll darum demnächst aufgelöst werden.

Gebraucht werden Menschen, die Flüchtlinge beispielsweise zum Vorstellungsgespräch begleiten können. „Es gibt einige Dinge, die berufliche Flüchtlingsberater zeitlich nicht leisten können", so Monika Riße, Koordinatorin der Stadt Goch. Es gibt noch einige wenige Zu- und Abgänge, die Zahl der Flüchtlinge in Goch habe sich bei 600 stabilisiert. Einige Angebote laufen mittlerweile ohne große Koordination seitens des Runden Tisches, wie die Sportangebote beim Kreissportbund.

Anbei der Flyer des Runden Tisches mit allen Angeboten.

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