Jugendsynode, Jugendcamp, Hambacher Forst und Forderungen an die Politik

(Düsseldorf) Vom 29.-30.September traf sich die Herbstkonferenz der Evangelischen Jugend im Rheinland (EJiR). Die 80 Delegierten tagten in der Evangelischen Landjugendakademie Altenkirchen zum ersten Mal mit der neuen Leiterin der landeskirchlichen Abteilung 3, Bildung und Schule, Oberkirchenrätin Henrike Tetz. Seit März 2018 ist sie Mitglied der Kirchenleitung. Aktuell bereitet sie die geplante Jugendsynode der EJiR mit vor.

Erste Jugendsynode der EJiR 2019

Die Jugendsynode hat sich „Partizipation" als übergreifendes Thema gesetzt und findet vor der rheinischen Landessynode vom 4.-6.Januar 2019 in Bad Neuenahr statt. Weiterhin wird sie sich mit Rahmenbedingungen und Konzepten der Jugendarbeit und dem Thema Gerechtigkeit auf vielen Ebenen beschäftigen. Von den Themen der Landessynode sollen „Flüchtlinge und EU- Außengrenzen" und „neue Gemeindeformen" auch auf der Jugendsynode verhandelt werden.Die Mitglieder der Delegiertenkonferenz (DK) entschieden über die 50 Delegierten der Evangelischen Jugend im Rheinland, die an der Jugendsynode teilnehmen werden.

Komma bei mich bei

Das nächste Jugendcamp der EJiR findet im Juni 2020 in Mülheim statt. Von Jugendlichen aus dem gastgebenden Kirchenkreis an der Ruhr wurde das Motto „Komma bei mich bei" in Anlehnung an Matthäus 11,28. vorgeschlagen und vom Vorstand der EJiR beschlossen. Das Motto in Ruhrgebietssprache soll einladend, offen, direkt und sympathisch wirken. Ein erster Film lädt zum Jugendcamp ein unter https://www.instagram.com/p/BoYYgC3HMaS/?tagged=jugendcamp
2020

Aufruf zur Kundgebung im Hambacher Wald

Die Projektgruppe „Hambacher Forst" der DK informierte über die aktuelle Situation im Gebiet des Braunkohletagebaus zwischen Köln und Aachen. Die Fronten sind verhärtet, der Energiekonzern RWE will gegen den Widerstand von Umwelt- und Naturschützern den Rest des Hambacher Waldes Anfang Oktober roden. Auf der Konferenz rufen die Mitglieder der Projektgruppe die Delegierten auf, sich an den regelmäßigen friedlichen Waldspaziergängen zu beteiligen, um sich vor Ort ein eigenes Bild zu machen und die Aktion „STOP Kohle" zu unterstützen.

Politik soll Gedenkstättenfahrten bedarfsgerecht fördern

Die Evangelische Jugend im Rheinland fordert vom Bund und den Ländern, Fahrten zu Gedenkstätten des Nationalsozialismus und Erinnerungsarbeit angemessen zu fördern. Aufgrund von Änderungen im Kinder- und Jugendplan des Bundes mussten bereits Aktivitäten abgesagt werden, geplante Maßnahmen können möglicherweise nicht stattfinden. „Es kann nicht sein, dass unsere Arbeit zu diesem bedeutenden Thema nur auf Sparflamme weitergeführt werden kann", so Fiona Paulus, stellvertretende Vorsitzende der Evangelischen Jugend im Rheinland. Gerade angesichts der aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen müsse hier viel mehr investiert werden. Konkret fordert die Evangelische Jugend im Rheinland die bedarfsgerechte Aufstockung der öffentlichen Fördermittel im Kinder- und Jugendplan des Bundes sowie der Länder für Projekte und Veranstaltungen der historisch-politischen Bildungs- und Erinnerungsarbeit. Sie wünscht sich außerdem mehr Wertschätzung der Erinnerungsarbeit durch Vertretende der Politik beispielsweise durch die Übernahme von Schirmherrschaften.

Zurück