Zur Fortbildungsveranstaltung des Erwachsenenbildungsreferats „ Auffrischung der Hygienevorschriften (§ 43 Infektionsschutzgesetz) und Aspekte der Arbeitssicherheit" trafen sich 23 haupt- und ehrenamtliche Mitarbeitende im Verwaltungsamt des Kirchenkreises. Die Referentin des Vormittags, Dipl. Ing. Cornelia von Quistorp, vermittelte sehr eindrücklich über die unabdingbaren Erfordernisse der Hygienevorschriften unter anderem in Kirchengemeinden, Kindertageseinrichtungen sowie bei Gemeindefesten.

Manche Lebensmittel, die früher unbedingt zu vermeiden gewesen wären, sind inzwischen bei korrekter Handhabe zunächst einmal unbedenklich (zum Beispiel Eier und Milchprodukte). Besondere Aufmerksamkeit sollte hingegen bei der Verwendung von Fleisch und Tiefkühl- Beeren geschenkt werden. Essensausgaben an Kinder sowie ältere, immungeschwächte Menschen unterliegen weiteren Erfordernissen.

Arbeitssicherheitsexpertin Cornelia von Quistorp legte im zweiten Teil einen Schwerpunkt auf Gefahrenstoffe und zeigte, worauf zu achten ist. Im Alltag gehen kirchliche Mitarbeitende mit mehr Chemikalien um als man denkt. Sie nehmen Spülmaschinentabs in die Hand, sie entfernen Wachsreste sowie Spuren von Mal- und Bastelaktivitäten auf Tischen, das Abendmahlsgeschirr wird ebenso geputzt und gereinigt. Bei all diesen Aktivitäten kommen Reinigungsmittel zum Einsatz, die bei sachgemäßer Handhabung und Lagerung keine Probleme bereiten sollten.

Erklärt wurden die Gefahrenzeichen „gesundheitsschädlich" „giftig", „ätzend" und „selbstentzündlich". „Im Gegensatz zu Industrie-Reinigern besteht bei den meisten Reinigern aus dem Supermarkt vergleichsweise wenig Gefahr", so von Quistorp. Die Verwendung von Handschuhen (besser ordentliche als Einmalhandschuhe) biete sich an, weil die Haut auf vieles nicht sofort reagiere, sondern erst durch regelmäßigen Kontakt. Trotzdem sei Vorsicht geboten, denn was für die Haut ungefährlich ist, könne für die Augen ein Problemfall werden. Und: die Menge macht den Unterschied. Gerade bei Waschbenzin oder Verdünner: Kleine Mengen bis 100 ml sind vergleichsweise ungefährlich, die Literflasche Benzin am Gemeindefestgrill schon. Auch auf mögliche Gefahren bei umgekippten oder ausgelaufenen Reinigungsmitteln wies von Quistorp hin.

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