Im März rollen an der Klever Lindenallee die Bagger an.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles011/RohlaenderHartnack.jpgBild: Pfarrer Achim Rohländer und Baukirchmeister Matthias Hartnack: Der Container steht, die Umzugskartons müssen gepackt werden.

Was vor rund zehn Jahren eine erste Idee war, kommt ab der ersten Märzwoche in Gestalt von Baggern voran: Die kirchlichen Gebäude der Ev. Kirchengemeinde Kleve an der Lindenallee (Versöhnungskirche) werden entkernt, teilsaniert oder neu gebaut. Eingebettet ist die Maßnahme in ein Konzept der Gemeinde, das die Bedürfnisse und finanzielle Ausstattung der nächsten Jahre im Blick hat: Die Veränderungen an dem Ensemble Versöhnungskirche haben zur Folge, dass das Gemeindezentrum in Kellen nach Ende der Gesamtmaßnahme (voraussichtlich Oktober 2020) aufgegeben wird. Nach einem Architektenwettbewerb arbeitet die Gemeinde nun mit dem Zweitplatzierten (Dreibund-Architekten aus Bochum) zusammen. „Der Entwurf verspricht die Gesamtkosten unter 3 Millionen Euro realistisch zu halten, denn mehr wollen und können wir nicht ausgeben", so Presbyteriumsvorsitzender Pfarrer Dr. Georg Freuling.

Gruppen sind woanders untergekommen

Pfarrer Freuling, Pfarrer Achim Rohländer (Gemeindeteil Kellen) und Baukirchmeister Matthias Hartnack erzählten in einem Pressegespräch, was nun auf die Gemeinde zukommt. Denn die Versöhnungskirche, das Jugendzentrum „Effa", Gemeinderäume und das Gemeindebüro stehen nun nicht mehr zur Verfügung. Die Gemeindearbeit geht trotzdem weiter: „Unsere Gruppen haben für die Zeit andere Räume, etwas das Kolpinghaus Kleve oder beim Deutschen Roten Kreuz, gefunden. Für Gottesdienste mit sehr vielen Besuchern, wie die Konfirmation, danken wir der katholischen Pfarrgemeinde Mariä Himmelfahrt für die Bereitstellung der Christus-König Kirche", stellte Freuling heraus.

Die Übergangszeit

Das Gemeindezentrum Kellen und die Auferstehungskirche werden demnach in den kommenden Monaten ein Zentrum der Gemeinde sein. „Natürlich ist eine große Traurigkeit da, dass nach der Fertigstellung an der Lindenallee es in Kellen an der Jahnstraße zu einem Ende kommt ", so Freuling und Rohländer. „Aber wir sehen auch eine Bereitschaft der Gemeindeglieder, nach vorne blicken zu wollen." Das Presbyterium hatte bereits in Gemeindeversammlungen von dem Vorhaben berichtet und will künftig beim Kirchenkaffee nach den Gottesdiensten für alle ein offenes Ohr haben. „Denn es kann Dinge in der Übergangszeit geben, bei denen es nicht so läuft, wie es soll", meinte Freuling.

Wohin am Sonntag?

Die Gottesdienste und Kindergottesdienste der Gemeinde finden in der Regel in der Auferstehungskirche, wie gewohnt um 10:30 Uhr statt. An einem Fahrdienst nach Kellen wird gearbeitet. Jeden 1., 2., und 3. Samstag im Monat soll ein Gottesdienst in der Kleinen Kirche Böllenstege (18 Uhr) angeboten werden, dort soll auch ein Großteil der kirchenmusikalischen Angebote von Thomas Tesche stattfinden. „Der 4. Sonntag im Monat dient dazu, die Gemeindeteile näher zusammenzuführen, darum wird dann nur ein Gottesdienst in der Auferstehungskirche 10:30 Uhr angeboten", erklärt Rohländer. Infos dazu auch in den Gemeindebriefen oder der neu gestalteten Gemeindehomepage: www.kleve.ekir.de

Änderungen an den Gebäuden

Was wird sich nach der umfangreichen Baumaßnahme an der Lindenallee geändert haben? Baukirchmeister Hartnack berichtet: Das Foyer der Kirche wird wie vieles transparenter. An der Kirche vorbeigehende Menschen können bis in die Kirche hineinschauen. Das „Effa" wird statt seiner drei bisherigen Etagen ebenerdig und wie alles andere barrierefrei. Das Gemeindebüro ist im Übergang in zwei Containern an der Ecke Feldmannstege untergebracht und wird danach neben der Kirche Blickrichtung zur Lindenallee untergebracht. Die riesige Mosaiktür der Versöhnungskirche bleibt der Gemeinde in Form eines Kunstwerkes erhalten, das im Gemeindehaus Platz findet. Die Versöhnungskirche ist der Gebäudeteil, der zumindest in seiner Außenfassade weitestgehend erhalten bleibt, denn die Kirche wird unter Denkmalschutz gestellt.

Ansichten (zur Verfügung gestellt von Dreibund Architekten)
1: Blick von der Kreuzung Lindenallee, 2: Platz zwischen Gemeindehaus und Kirche, 3: Bau "Effa" und Garagen

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