tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles011/Jub40Exodus4.jpgIn Kleve feierte die Kirchengemeinde am Sonntag Geburtstag. Ihr Schiff, die „Exodus", begann vor 40 Jahren zum ersten Mal von Kleve aus in die Welt zu segeln. In den 1950er Jahren in Japan gebaut, war es 1979 in Amsterdam von der Kirchengemeinde gekauft worden. Seitdem haben unzählige Jugendgruppen bei den Segeltörns vieles gelernt, erlebt und miteinander Spaß gehabt.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles011/Jub40Exodus2.jpgDer Gottesdienst in der Auferstehungskirche thematisierte Bootgeschichten der Bibel. Pfarrer Georg Freuling erinnerte an die drei bekanntesten: Die Arche Noah, das Jona-Schiff und der Sturm, den Jesus im Boot mit verängstigten Fischern auf dem See Genezareth mit einem Spruch bändigte. Eine Aktion mit ganz vielen Schnüren verband anschließend alle Gemeindeglieder miteinander – und der einfachste aller Knoten, der Kreuzknoten, wurde dabei geübt.

Dass eine Kirchengemeinde mit einem Schiff einen Teil der Jugendarbeit gestaltet, ist schon etwas Besonderes. Die während eines Törn entstehende Atmosphäre und der Teamgeist auch. Die Crew ist aufeinander angewiesen und wird zu einem richtigen Team. Allerdings kann auch keiner dem anderen aus dem Weg gehen. Eine gute Übung, um Konfliktverhalten zu trainieren.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles011/Jub40Exodus5.jpgZwei, die zu den jahrzehntelangen Begleitern der Exodus gehören, sind Hans-Ulrich von Quistorp und Leo Naß (Bild links). Wenn die beiden an die Exodus denken, fällt ihnen spontan ein, dass sie neben dem Spaß auch viel Arbeit bedeutet. Denn von dem 1979 in Dienst genommenen Schiff ist kaum noch eine Schraube original. Zahlreiche Ausbesserungs- und Renovierungsarbeiten seitdem haben das Schiff verändert.

Darüber hinaus schätzen sie an den Törns, dass keiner dem anderen gleicht. Das Wetter ist ein anderes und die Gruppe an Bord setzt sich immer aus unterschiedlichen Kindern und Jugendlichen zusammen. Bis zu 12 Plätze bietet das Schiff. Wer an Bord ist, muss Suppen und Eintöpfe mögen, denn in der Regel versorgen sich die Gruppen selbst. Die Preise für einen Törn bleiben dadurch erschwinglich.

tl_files/kirchenkreis-kleve/images/Aktuelles011/Jub40Exodus3.jpgZum „Tag der offenen Luke" wurde nach dem Gottesdienst eingeladen. Bei Kaffee, Kuchen und Suppe hatten Menschen Gelegenheit, die Exodus im Kanal zu begutachten oder in alten Erinnerungen zu schwelgen. „Ich bin bereits mit 16 Jahren das erste Mal mitgefahren", erinnerte sich von Quistorp, heute 53. Gerne „opfert" er wie andere vom harten Kern seinen Jahresurlaub für die Törns, sicherlich keine Selbstverständlichkeit. "Die Exodus ist über die Grenzen Kleves hinaus bekannt, es fahren bei weitem nicht nur Jugendliche aus Kleve mit", erzählte Leo Naß. Auch das ist etwas Besonderes.

Zurück